
wasted on 5/21/03, 5:50 PM
der letzte satz mal wieder
Menschen, die zusammengehören, sollten sich weder ihre materiellen Interessen verschweigen, noch auf sie nivellieren, sondern sie reflektiert in ihr Verhältnis aufnehmen und damit über sie hinausgehen.
dieser satz ist mal wieder so typisch adorno, dass es schmerzt. zum einen hört er sich sehr nach dialektik an, weder das verschweigen der materiellen interessen (these=kultur als lüge) noch das nivellieren auf sie (antithese=lüge der warenwelt) ist das ziel, sondern eine synthese, die beides ineinander aufhebt: reflektiertes aufnehmen der materiellen interessen in das verhältnis der menschen, die zusammengehören. schlussendlich soll damit dann auch noch über die materiellen interessen hinausgegangen werden. das hört sich mal wieder sehr gediegen und wortgewitzt an, aber hat das irgendeine praktische bedeutung? wie soll das gehen? es hört sich zumindest utopisch an.
so das geht jetzt mal aufn dump, muss nochmal etwas hierüber nachdenken...